SPD/Tierschutzallianz/Volt: Mit dem Rad schneller in die Stadt

Interfraktioneller Antrag soll sechs Jahre alte Machbarkeitsstudie zu Radschnellverbindungen endlich in die Umsetzung bringen

Magdeburg, 25.08.2026. Wer mit dem Fahrrad zur Arbeit, zur Schule oder in die Innenstadt fährt, soll künftig schneller, sicherer und bequemer ans Ziel kommen. So das Ziel eines Interfraktionellen Antrages, der am 27.08 in den Stadtrat eingebracht wird. Dafür soll die Stadt Magdeburg die 2020 vorgelegte Machbarkeitsstudie zu regionalen Radschnellverbindungen jetzt in konkrete Planung überführen.

„Wir haben eine Studie, die zeigt, was möglich ist. Jetzt müssen wir anfangen, sie umzusetzen. Gute Radverbindungen machen das Pendeln einfacher und können mehr Menschen dazu bewegen, für den täglichen Weg aufs Fahrrad umzusteigen“, sagt Dr. Thomas Wiebe, Fraktionsvorsitzender der Ratsfraktion SPD/Tierschutzallianz/Volt.

Die Machbarkeitsstudie identifiziert fünf Trassenkorridore mit Potenzial für den Radverkehr zwischen Magdeburg und dem Umland. Die Idee dahinter: Gute, möglichst direkte Verbindungen sollen die Stadtteile und das Umland besser mit der Innenstadt verbinden. Wer heute mit dem Rad unterwegs ist, soll dadurch künftig weniger Umwege fahren müssen und sicherer und schneller vorankommen.

„Wenn Radverkehr, Autoverkehr und Fußverkehr möglichst gut voneinander getrennt werden, erhöht das die Sicherheit für alle. Wir wollen sichere und gute Wege für alle Verkehrsteilnehmer“, sagt Dr. Falko Grube, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und Mitglied im Ausschuss für Stadtentwicklung, Bauen und Verkehr. Damit aus der Studie konkrete Projekte werden, soll die Verwaltung dem Stadtrat bis zum Frühjahr 2027 einen Umsetzungsfahrplan vorlegen. Dieser soll die Trassen priorisieren, mögliche kurzfristige Pilotabschnitte benennen und klären, welche Fördermittel von Bund und Land genutzt werden können. Geeignete Nebenstraßen sollen möglichst schnell als Fahrradstraßen ausgewiesen werden. Auch für Schülerinnen und Schüler kann eine bessere Radinfrastruktur einen konkreten Vorteil bringen.

Kornelia Keune, Fraktionsvorsitzende, sagt: „Wir wissen, dass 27% der Schülerinnen und Schüler den Schulweg mit dem Rad zurücklegen. Bessere Radwege bedeuten auch sicherere Schulwege. Wenn Kinder sicher mit dem Fahrrad unterwegs sein können, reduziert das vielleicht auch die Anzahl der Elterntaxis.“
Mit dem Antrag werden zunächst keine Bauvorhaben beschlossen. Es geht darum, nach sechs Jahren die nächsten konkreten Schritte einzuleiten und aus der Machbarkeitsstudie einen umsetzbaren Fahrplan zu machen. Gleichzeitig soll die Zusammenarbeit mit den umliegenden Kommunen und Landkreisen vorangetrieben werden. Ziel ist ein regionales Radnetz, dass das Fahrrad auch für längere Alltagswege zu einer schnellen und verlässlichen Alternative macht.