Magdeburg. Die Fraktion SPD/Tierschutzallianz/Volt bringt zur Stadtratssitzung am 26. Februar einen Antrag zur Zukunft der Hermann-Gieseler-Halle ein. Die Oberbürgermeisterin soll prüfen, unter welchen rechtlichen, wirtschaftlichen und organisatorischen Voraussetzungen die denkmalgeschützte Halle inklusive Grundstück an die städtische Wohnungsbaugesellschaft Wobau Magdeburg GmbH veräußert werden kann.
Hintergrund des Antrages ist das Scheitern des Verkaufsverfahrens. Bedingungen wären unter anderem der Erhalt der denkmalgeschützten Substanz, ein langfristiges Sanierungs- und Nutzungskonzept mit öffentlicher Zugänglichkeit sowie der Ausschluss eines Weiterverkaufs in Privatbesitz durch eine entsprechende Grundbucheintragung.
Dr. Thomas Wiebe betont die historische Bedeutung des Gebäudes:
„Die Hermann-Gieseler-Halle gehört zur Magdeburger Geschichte. Der SCM hat hier viele wichtige Erfolge gefeiert. Es ist wichtig, dass sie für die Öffentlichkeit erhalten bleibt. Wir reden hier nicht über irgendein Grundstück, sondern über ein Stück Stadtidentität.“
Lucas Kemmesies sieht vor allem die strategische Perspektive:
„Es ist wichtig, dass ein solches Grundstück im weitesten Sinne im städtischen Besitz bleibt. Die Halle bietet enormes Potenzial. In den letzten Monaten wurden von Bürgerinnen und Bürgern viele gute Ideen genannt, wie man die Halle nutzen könnte. Diese haben dazu beigetragen, die Debatte um die Hermann-Gieseler-Halle neu zu beleben. Jetzt braucht es einen verlässlichen Rahmen, um daraus etwas Tragfähiges zu entwickeln.“
Kornelia Keune verweist auf das langjährige Engagement vor Ort:
„Viele Stadtfelderinnen und Stadtfelder haben sich jahrelang dafür eingesetzt, dass die Halle in städtischer Hand bleibt. Nach dem gescheiterten Verkauf sollte dieser Vorschlag nun noch einmal ernsthaft geprüft werden.“
Dr. Falko Grube ordnet den Vorstoß grundsätzlicher ein:
„Nach dem Scheitern der Ausschreibungen ist es folgerichtig, neue Wege zu prüfen. Die Wobau wäre aus unserer Sicht der richtige Partner, um die Halle denkmalgerecht zu erhalten und ihr eine langfristig tragfähige Nutzung zuzuführen.“





