Zukunft der Jehmlich-Orgel: Johanniskirche rückt als Standort in den Fokus

Magdeburg. Die Ratsfraktion SPD/Tierschutzallianz/Volt im Magdeburger Stadtrat setzt sich für eine tragfähige Lösung zur Zukunft der Jehmlich-Orgel (Opus 1000) ein. Mit einem Antrag soll die Verwaltung prüfen, ob eine Aufstellung in der Johanniskirche Magdeburg – insbesondere im Bereich des Westportals – möglich ist.
Hintergrund ist die Information I0108/26, die deutlich macht, dass die Klosterkirche „Unser Lieben Frauen“ aufgrund ihrer Architektur und Akustik nicht für eine große, klanglich dominante Orgel geeignet ist. Das neue Raumkonzept und das Instrument stehen dort in einem grundlegenden Spannungsverhältnis. Eine überzeugende Integration ist nicht zu erwarten, auch dann nicht, wenn die Orgel aufgeteilt würde.
Die Johanniskirche als bedeutende Konzert- und Veranstaltungsstätte erscheint als geeigneter Alternativstandort für die Jehmlich-Orgel. Sie bietet grundsätzlich bessere räumliche Voraussetzungen. Der Antrag sieht daher eine Prüfung der akustischen, technischen und denkmalrechtlichen Machbarkeit sowie der Auswirkungen auf die Nutzung als Veranstaltungsort vor. Zudem sollen Kosten für Transport, Umbau und Inbetriebnahme ermittelt und mögliche Fördermittel geprüft werden.
Sollte eine Umsetzung in der Johanniskirche nicht möglich oder wirtschaftlich sein, sieht der Antrag als Alternative den Verkauf der Orgel vor. Eine dauerhafte Einlagerung wird abgelehnt, da sie Kosten verursacht, ohne kulturellen Mehrwert zu schaffen.
Eine Einlagerung ist keine Lösung. Die Orgel braucht einen Ort, an dem sie gespielt werden kann“, sagt Jens Rösler, Stadtrat der Fraktion.
Ob die Verwaltung mit einer Prüfung beauftragt wird, entscheidet der Stadtrat in seiner Sitzung am 18.06.