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Veröffentlicht: 17.08.2017 unter Anträge

Initiative Grüne Fassaden – Vertikales Grün für ein modernes, urbanes Bauen in Magdeburg

Dr. Falko Grube

Dr. Falko Grube

Der Stadtrat möge beschließen:

1. Der Stadtrat spricht sich für eine Initiative für vertikales Grün an den Fassaden der Landeshauptstadt Magdeburg aus.
2. Der Oberbürgermeister wird gebeten, ein Konzept für eine solche Initiative zu erarbeiten. Dieses Konzept soll folgende Elemente enthalten:
a. Die nachträgliche Installation vertikaler Begrünung an städtischen Bestandsimmobilien. Dabei sind sowohl die bautechnischen Möglichkeiten zu prüfen, als auch die notwendigen Kosten zu ermitteln.
b. Die Integration vertikaler Begrünung bei der Errichtung zukünftiger städtischer Gebäude. Hier ist bei der Planung jeweils eine

Jens Rösler

Jens Rösler

entsprechende Variante mit einer Kostenschätzung vorzulegen.
c. Die Installation vertikaler Begrünung an Mauerwerk zur Verbesserung der Feinstaubbelastung.
d. Die bestehenden Förderinstrumente sind dahingehend zu prüfen, inwieweit sie zur Finanzierung solcher Vorhaben nicht nur für städtische, sondern auch für private Immobilien herangezogen werden können.
e. Abstimmung mit den Vertreterinnen und Vertretern der kommunalen, genossenschaftlichen und privaten Wohnungswirtschaft in Magdeburg zur Realisierung einer solchen Initiative jenseits städtischer Immobilien.

Begründung:
Der durch das Hochwasser, den Befall mit dem Asiatischen Laubholzbockkäfer und zahlreiche Baumaßnahmen verursachte Verlust von Bäumen im Stadtbild von Magdeburg in den letzten Jahren ist ebenso vieldiskutiert wie augenfällig.


Bei allen Bemühungen, den Verlust durch Neu- und Ersatzpflanzungen auszugleichen, kommt man vor allem in verdichteten Stadtteilen an der Tatsache nicht vorbei, dass dafür nicht ausreichend Flächen zur Verfügung stehen. Verschärft wird dieser Befund dadurch, dass der
Stadtrat mit dem ISEK beschlossen hat, die innerstädtischen Bereiche zu verdichten, statt die Stadt in der Peripherie auszudehnen. Zudem ergibt sich aus der positiven demographischen und wirtschaftlichen Entwicklung eine erhöhte Nachfrage nach Wohnraum und Bauflächen in verschiedenen Formen.
Grundsätzlich ist viel Stadtgrün ein Indikator für die Lebensqualität in einer Stadt. Daher sind auch alternative Möglichkeiten auszuschöpfen, um den Anteil von Stadtgrün in Magdeburg zu erhöhen. Eine solche Möglichkeit ist das Anbringen von vertikalem Grün an Häuserfassaden oder Mauern.
In vielen anderen Städten gibt es Beispiele, wie das in einer hohen architektonischen Qualität gelingen kann und auch in Magdeburg zeigt das Hundertwasserhaus, dass eine gelungene Symbiose zwischen Stein, Stahl, Glas und Flora eine hohe Anziehungskraft entfaltet. Bei der Umsetzung einer solchen Initiative ist die Stadt aufgerufen, ihre Möglichkeiten im Bestand und bei Neubauten umzusetzen, aber auch die Beteiligung aller anderen Akteure der Stadtentwicklung wäre wünschenswert.

Einen direkten Versuch für das klimaverbessernde Potential von vertikalem Grün unternimmt die Stadt Stuttgart. Dort wird durch eine Mooswand an der Cannstatter Straße versucht, die evidente Feinstaubproblematik in der Stadt zu verbessern. Dies könnte an verschiedenen Stellen auch in Magdeburg helfen.

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